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Mykotoxine - die versteckte Gefahr
von Louise Jones
Pferdefutter wird immer teurer. So mancher Pferdehalter denkt verständlicherweise darüber nach, ob billige Müslis, Pellets oder Getreide direkt vom Feld gekauft eine Alternative darstellen. Das birgt jedoch Gefahren, da die Qualität in vielen Fällen nicht garantiert werden kann.
- Mykotoxine sind natürlich vorkommende Gifte, die von Pilzen wie Schimmel oder Hefen produziert werden. Im Getreide kommen sie besonders dann vor, wenn es eine Trockenheit vor der Ernte gab oder wenn der Feuchtigkeitsgehalt vor der Einlagerung hoch war.
- Mykotoxine sind weltweit ein Thema. 2002 wurden in England Tausende Tonnen an Getreide wegen Mykotoxin-Kontamination verworfen. In den letzten Jahren wurden Mykotoxine auch in Getreide aus Frankreich und Deutschland gefunden.
- Pferde sind gegenüber Mykotoxinen besonders empfindlich, da anders als bei Wiederkäuern die meisten Wirkstoffe im Dünndarm absorbiert werden. Die Aufnahme von Mykotoxinen wie Aflatoxin oder Fumonisin haben Störungen zur Folge die von schlechten Konzeptionraten bis zu Störungen des Zentralnervensystem wie Leukoencephalomalazie führen können. Sogar niedrige Mykotoxin-Dosen können langfristig die Gesundheit nachteilig beeinflussen, ohne dass augenfällige Symptome auftreten.
- In den meisten Fällen haben Mykotoxine keinen nachteiligen Einfluss auf die Akzeptanz von Futtermitteln, so dass man Ihre Anwesenheit erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Die meisten Futtermittelhersteller (im vereinigten Königreich) testen auf häufig auftretende Mykotoxine, wie z.B. Deoxynivalenol (DON), doch nicht alle sind für den Nachweis anderer, nicht weniger schädlicher Mykotoxine, wie z.B. Ochratoxin oder Zearalenon, ausgerüstet.
Nathalie Beesley, Labormanagerin bei Dodson & Horrell, warnt, dass das Sprichwort "Du bekommst immer, für was Du bezahlst", besonders dann wahr ist, wenn man Pferdefutter kauft. Es gibt nur einen Weg, um sicher zu sein, dass Pferdefutter nicht mit Mykotoxinen belastet ist, und das ist der Labortest. Alle Rohstoffe, die Dodson & Horrell verwenden, werden rigoros auf Mykotoxine mit einem ELISA-Test (Enzyme-Linked Immuno Sorbent Essay) überprüft.
Natürlich erscheint ein preiswertes Futter oder reines Getreide oft als ein guter Deal, doch wenn Sie nicht überprüfen können, ob sie auf gefährliche Inhaltsstoffe wie Mykotoxine getestet sind, sollten Sie lieber Abstand von ihnen nehmen.
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